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Holzterrasse selber verlegen? Darauf kommt es an!

Infos und Tipps im Ratgeber vom Holzhandel in Rahden

Träumen Sie von einem „Wohnzimmer im Grünen“? Eine Holzterrasse bringt Wärme und Natürlichkeit in Ihren Garten. Doch damit Sie lange Freude an Douglasie, Lärche oder Bangkirai haben, steht und fällt alles mit der fachgerechten Konstruktion. Die Verlegung einer Holzterrasse ist ein schönes Heimwerker-Projekt – wenn Sie auf wichtige Dinge achten! Wir zeigen Ihnen, worauf es bei Planung, Unterbau und Montage wirklich ankommt. 

Wir geben Ihnen einen ersten Überblick und die wichtigsten Schritte, aber dies ersetzt keine detaillierte Schritt-für-Schritt-Anleitung, welche jede denkbare Variante berücksichtigt!

Schritt 1: Die Planung – Das A und O ist „konstruktiver Holzschutz“

Bevor die erste Schraube gesetzt wird, müssen Sie das wichtigste Gesetz im Holzbau kennen: Wasser muss weg vom Holz! Staunässe ist der größte Feind Ihrer Terrasse.

Die 3 goldenen Regeln der Vorbereitung:

  • Der Untergrund: Mutterboden 20–30 cm ausheben, mit Schotter/Mineralgemisch auffüllen und verdichten. Wichtig: Ziehen Sie darauf eine 3–5 cm Schicht Edelsplitt (2–5 mm) plan ab. Erst in diesem Splittbett lassen sich die Betonplatten exakt waagerecht ausrichten – ohne Splitt wird die Terrasse später kippeln.
  • Das Unkrautvlies: Auf das Schotterbett gehört ein Wurzelvlies. Es verhindert, dass Gras durch die Fugen wächst, lässt aber Regenwasser versickern.
  • Das Gefälle: Planen Sie mindestens 2 % Gefälle vom Haus weg ein (2 cm pro Meter). So bleibt kein Wasser auf den Dielen stehen, was Algenbildung und Rutschgefahr minimiert.

Schritt 2: Die Unterkonstruktion – das stabile Rückgrat

Die Dielen dürfen niemals direkt auf dem Boden liegen. Die Unterkonstruktion (UK) sorgt für Stabilität und Hinterlüftung. 

Materialwahl bei der Unterkonstruktion 

  • Holz: Verwenden Sie eine Holzart, die mindestens die gleiche Dauerhaftigkeit hat wie Ihr Deckbelag. Vielfach bietet sich die gleiche Holzart an, da sie sich bei Witterungseinflüssen ähnlich verhält.
  • Aluminium: die Premium-Lösung, gleichsam ein „Joker“ für die unterschiedlichsten Terrassenbeläge. Verwindungssteif, verrottungsfest und ideal für geringe Aufbauhöhen. 

Der Aufbau:

  1. Auflagepunkte: Legen Sie Betonplatten oder Randsteine im Abstand von ca. 50 cm auf das Vlies.
  2. Gummipads: Platzieren Sie zwischen Betonplatte und Konstruktionsholz kleine Gummigranulat-Pads. Sie verhindern, dass die UK im Wasser liegt, und dämmen den Trittschall.
  3. Abstände: Der Achsabstand der Lagerhölzer richtet sich nach der Dielenstärke. Faustregel: Bei 28 mm starken Dielen sind ca. 50 cm ideal. Bei dünneren Belägen (z. B. 21 mm Bangkirai) oder WPC sind maximal 40 cm Pflicht, um ein Durchbiegen oder Federn der Terrasse zu verhindern.

Schritt 3: Montage & Befestigung

Hier entscheidet sich die Optik und die Haltbarkeit. Holz „arbeitet“ – es quillt bei Nässe und schwindet bei Trockenheit.

Sichtbare Verschraubung (Der Klassiker): 

  • Edelstahl ist Pflicht: Nutzen Sie ausschließlich Edelstahlschrauben (A2 oder bei chlorhaltiger Umgebung/Pools A4). Verzinkte Schrauben rosten und verursachen schwarze Verfärbungen durch Gerbsäure.
  • Vorbohren: Besonders bei Harthölzern und Thermoholz müssen Sie vorbohren und ansenken. Das verhindert Spannungsrisse und ausgefranste Bohrlöcher.
  • Position: Schrauben Sie ca. 2–3 cm vom Rand entfernt. Jede Diele wird pro Kreuzungspunkt mit zwei Schrauben fixiert, um Schüsseln (Wölben) zu minimieren.
  • Die Fuge ist entscheidend: Legen Sie die Dielen niemals direkt aneinander. Halten Sie einen Fugenabstand von 5 bis 8 mm ein. Nutzen Sie Distanzhalter, um ein gleichmäßiges Bild zu erzeugen. Auch zu festen Bauteilen (Hauswand) müssen ca. 2 cm Luft bleiben, damit das Holz arbeiten kann. 

Unsichtbare Befestigung (Premium-Optik) 

Für ein modernes Design ohne sichtbare Schraubköpfe fixieren Clipsysteme die Leisten von der Rückseite.

  • Ästhetik & Schutz: Die unversehrte Oberfläche sieht edler aus und bietet Wasser keine Eintrittspunkte (besserer konstruktiver Holzschutz).
  • Präzision: Die Halter dienen als automatische Distanzhalter für ein exaktes Fugenbild und garantieren die nötige Hinterlüftung.
  • Wichtig – Die Holzart entscheidet: Nur formstabile Hölzer (z. B. Thermoholz oder Massivbambus) sind für Clips geeignet, bzw. Hölzer, welche der Hersteller explizit für die Clipverlegung freigibt. 

„Unruhige“ Hölzer wie Bangkirai bauen durch ihr starkes Quell- und Schwindverhalten so viel Druck auf, dass Clips brechen oder Schrauben abscheren können. Hier ist die klassische sichtbare Verschraubung die richtige Wahl.

Fachberatung & Tipps für die Verlegung

Sie haben noch Rückfragen zur optimalen Verlegung oder benötigen das passende Zubehör? 

Kommen Sie vorbei! Bei uns in Rahden bei Minden erwartet Sie ein Top-Sortiment rund um die Terrasse. Hochwertige Terrassenbeläge und alles für die Montage inklusive Unterkonstruktion. Unsere Fachberater wiederum geben wertvolle Tipps. Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

Erstellungsdatum: 01 / 2026. Aktualisierungsdatum: 01 / 2026.